Mythos – Flughafen Tempelhof (1)

Das ehemalige Flughafengebäude ist das größte Baudenkmal Europas und seit der Schließung des Flughafens denken viele, dass dort kaum noch etwas los ist. Aber eher das Gegenteil ist der Fall, es gibt viele Veranstaltungen dort und letztens sogar ein Rennen der Formula E.

Ich habe ein paar Veranstaltungen besucht und eine sehr lange Führung durch die verschiedensten Gebäude gemacht. Es war sehr beeindruckend – vor allem was die Geschichte des Flughafens angeht, denn die hinterlässt bis heute ihre Spuren. Große Teile des Flughafens sind noch immer nicht zugänglich und die Amerikaner haben wohl dort noch einiges zu sagen.

 

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Ich bin nicht sicher, ob diese Maschine immer dort steht, aber sie war ein beeindruckender Start unserer Fototour.

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Hier ein altes Förderband – ich frage mich wie lange man auf sein Gepäck warten musste.

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 Und bedient wurde das Band damit –  analoge Technik

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Hallentor

Und dann gibt es noch das Tempelhofer Feld, dass seit dem 8. Mai 2010 für alle geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten richten sich nach den Jahreszeiten. Generell gilt: Der Park ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, im Mai von 6 Uhr – 21.30 Uhr. Man fährt mit der S-Bahn zur Station Tempelhof und läuft dann ungefähr 10 Minuten zu einem der Eingänge. Morgens sieht man vor allem Jogger und Fahrradfahrer, es ist total ruhig dort.
Ich bin einfach nur ein wenig herumgelaufen und habe dabei zwei Clips mit der kleinen QBic-Kamera gedreht. Ihr könnt ja mal schauen, nichts Großes.

Das wäre also der erste Teil zum Flughafen Tempelhof und den Tempelhofer Feld. Wenn Interesse besteht, dann würde ich mich über Kommentare freuen.
Eure Kerstin

Mit der Action-Kamera von QBiC auf dem Tempelhofer Feld

Beim Umstellen meiner Webseite auf eine eigene Domäne sind nicht alle Beiträge hier gelandet. Darin liegt auch ein Vorteil, denn so sehe ich mich alles noch einmal an. Einen Beitrag über meine ersten Versuche mit der Action-Kamera möchte hier reposten. Nicht unbedingt wegen meiner Qualitäten als Kamerafrau, eher weil es ein Dokument zum Tempelhofer Feld ist. Per Volksentscheid entschieden sich die Berliner gegen eine Bebauung, nun wird die aktuelle Flüchtlingssituation als Vorwand genommen um diesem Entscheid auszuhebeln. Ich bin gespannt wie weit man gehen wird, ich habe kein gutes Gefühl dabei, wenn man es als vorübergehend bezeichnet.

Hier also meine Videos mit dem Text aus dem Originalposting

Unnötig zu sagen, dass in Berlin seit Wochen Temperaturen um die 30 Grad herrschen und das Gras dort wie verrückt wächst. Es war ein schöner Morgen und wie sich die Natur das Feld erobert hat, wunderbar.
Ich habe mit der kleinen QBic-Kamera auch zwei Clips gedreht. Ihr könnt ja mal schauen, nichts Großes, aber vielleicht gibt es ein paar Interessenten.

Filmtourismus – Die Tribute von Panem

01. Mai 201414102800010001

Am 19. November ist es so weit: das Filmereignis mit Stars wie Jennifer Lawrence und Josh Hutcherson steht an und diesmal kann ich fast aus erster Hand berichten, denn als ich den Flughafen Tempelhof besichtigt habe, standen die Dreharbeiten zum letzten Teil der „Tribute von Panem“ kurz bevor. So wurde es vom Guide erzählt und so stand es in meinem Blog. Das gefiel allerdings nicht allen (als wenn es ein so großes Geheimnis war) und so bat man mich den Beitrag zu ändern. Wie gesagt, alles sehr eigenartig, aber ich fand es auch albern sich deshalb Ärger einzuhandeln. Seitdem ist viel Zeit vergangen und nun berichten alle Medien über die Dreharbeiten in Berlin und zeige ich einfach ein paar meiner Bilder.

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Mythos – Flughafen Tempelhof (2)

Heute möchte ich ein paar Bilder posten,  die den amerikanischen Einfluß auf dem Flughafen Tempelhof zeigen, denn schließlich war er fast 50 Jahre unter US-Kontrolle und noch immer sind nicht alle Teile des Flughafens zugänglich.
Für die West-Berliner bot der Flughafen Tempelhof in seiner amerikanischen Ära durch die Luftbrücke eine wichtige Hilfe zum Überleben, später wurde er das „Tor zur freien Welt“. Hier hoben die Maschinen von PanAm, British Airways und Air France nach Frankfurt, Düsseldorf oder Hamburg ab. Zahlreiche Prominente und Politiker, darunter drei US-Präsidenten, schritten in Tempelhof über den roten Teppich.
Der Flughafen Tempelhof diente den Westmächten aber auch als Spähposten und Schutzschild im Kalten Krieg und danach.
Spannend ist in dieser Hinsicht auch die Geschichte von Jens Karney aka US-Sergeant Jeffrey Martin Carney, der für die Stasi spionierte. Als man nach der Wende die wahre Identität des Spions entlarvte, machte man kurzen Prozeß: In einer Nacht-und Nebelaktion flog man „Kid“ von Tempelhof über Frankfurt in die Staaten aus – heimlich, ohne die zuständigen deutschen Stellen zu informieren, mehr noch die Ergreifung des Spions auf Berliner Boden stellt „eine klare Völkerrechtsverletzung“ dar. Besatzungsrecht galt nicht mehr, die USA missachteten die seit fünf Wochen geltende deutsche Souveränität. Diese Geschichte hörte ich während der Führung zum ersten Mal und wer sie unglaublich findet, kann gern hier nachlesen.

Quelle: Der Tagesspiegel 1999

Tagesspiegel – 2013

Es gibt bestimmt viel mehr solcher Geschichten und wahrscheinlich erzählt jeder Guide andere. Ich war froh, dass bei uns Focus nicht auf die Luftbrücke gelegt wurde, denn das kann man überall nachlesen, solche Geschichten aber nicht unbedingt.

Aber genug der Worte, hier ein paar Fotos von Räumlichkeiten, die nur von den Amerikanern benutzt wurden.

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Übrig geblieben sind auch ein paar Gemeinschaftsräume, die den Charme der 70iger haben.

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Beim nächsten Mal geht es noch weiter nach unten – in die Bunker und Kellerräume des Flughafens.

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*Übrigens – das Beitragsfoto zeigt ein Gemälde, welches zum Gedenken an die Luftbrücke an Ronald Reagan übergeben wurde. Dieser hat es dem Flughafen geschenkt, so hat man es erzählt. Ich konnte die Geschichte leider nicht verifizieren.

Teil 1 – Mythos Tempelhof

Mythos – Flughafen Tempelhof (1)

Das ehemalige Flughafengebäude ist das größte Baudenkmal Europas und seit der Schließung des Flughafens denken viele, dass dort kaum noch etwas los ist. Aber eher das Gegenteil ist der Fall, es gibt viele Veranstaltungen dort und letztens sogar ein Rennen der Formula E.

Ich habe ein paar Veranstaltungen besucht und eine sehr lange Führung durch die verschiedensten Gebäude gemacht. Es war sehr beeindruckend – vor allem was die Geschichte des Flughafens angeht, denn die hinterlässt bis heute ihre Spuren. Große Teile des Flughafens sind noch immer nicht zugänglich und die Amerikaner haben wohl dort noch einiges zu sagen.

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Ich bin nicht sicher, ob diese Maschine immer dort steht, aber sie war ein beeindruckender Start unserer Fototour.

tempel-5

tempel-6

tempel-7

tempel-8

 

tempel-10

Hier das Förderband – ich frage mich wie lange man auf sein Gepäck warten musste.

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 Und bedient wurde das Band damit –  analoge Technik

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Innenaufnahmen folgen – wie Abfertigungshalle, Bunker und Sportanlagen, die von der US-Army  benutzt wurden.

Hallentor

Und dann gibt es noch das Tempelhofer Feld, dass seit dem 8. Mai 2010 für alle geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten des Tempelhofer Feldes richten sich nach den Jahreszeiten. Generell gilt: Der Park ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, im Mai von 6 Uhr – 21.30 Uhr. Man fährt mit der S-Bahn zur Station Tempelhof und läuft dann ungefähr 10 Minuten zu einem der Eingänge. Morgens sieht man vor allem Jogger und Fahrradfahrer, es ist total ruhig dort.
Seit dem 1. Mai gibt es dort ein interessantes Projekt.

HÖRMAL! Die Geschichte vom Tempelhofer Feld

„Ein Projekt von Jugendlichen und der Globalen Medienwerkstatt e.V.

HÖRMAL! Was weißt du über die Geschichte des Tempelhofer Felds? Heute ist das ehemalige Flugfeld der größte Park Berlins. Viele Geschichten des Ortes sind unsichtbar. Jugendliche aus Berlin und Brandenburg fragen, was hier einmal stattgefunden hat – und was die Geschichte des Ortes mit ihrem eigenen Leben zu tun hat. Sie erfahren von Flug- und Fußballpionieren von früher und sprechen mit Kite-Surfern und Sportbegeisterten von heute. Sie forschen zum Leben und Leid der Zwangsarbeiter*innen, die während des Zweiten Weltkriegs im Flughafengebäude für die deutsche Rüstungsindustrie arbeiteten und in einer der größten Barackenstädte Berlins lebten: dem Tempelhofer Feld. Sie entdecken das Columbiahaus. Ein KZ mitten in Berlin, das abgerissen wurde, als die Nazis an derselben Stelle den Flughafen Tempelhof errichten ließen. Und sie sprechen mit einem Archäologen, der unter der Erde nach Überresten dieser Zeit sucht. Gemeinsam überlegen sie: Wie kann man an die Geschichte erinnern, wenn man nichts mehr von ihr sieht?

Ein Weg ist das Hören. Im Sommer 2015 sind auf dem Tempelhofer Feld sechs Hörboxen installiert – unweit des Eingangs Columbiadamm.“ (Quelle)

Ich bin einfach nur ein wenig herumgelaufen und habe dabei zwei Clips mit der kleinen QBic-Kamera gedreht. Ihr könnt ja mal schauen, nichts Großes.

Das wäre also der erste Teil zum Flughafen Tempelhof und den Tempelhofer Feld. Wenn Interesse besteht, dann würde ich mich über Kommentare freuen.
Eure Kerstin