Mythos – Flughafen Tempelhof (1)

Das ehemalige Flughafengebäude ist das größte Baudenkmal Europas und seit der Schließung des Flughafens denken viele, dass dort kaum noch etwas los ist. Aber eher das Gegenteil ist der Fall, es gibt viele Veranstaltungen dort und letztens sogar ein Rennen der Formula E.

Ich habe ein paar Veranstaltungen besucht und eine sehr lange Führung durch die verschiedensten Gebäude gemacht. Es war sehr beeindruckend – vor allem was die Geschichte des Flughafens angeht, denn die hinterlässt bis heute ihre Spuren. Große Teile des Flughafens sind noch immer nicht zugänglich und die Amerikaner haben wohl dort noch einiges zu sagen.

 

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Ich bin nicht sicher, ob diese Maschine immer dort steht, aber sie war ein beeindruckender Start unserer Fototour.

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Hier ein altes Förderband – ich frage mich wie lange man auf sein Gepäck warten musste.

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 Und bedient wurde das Band damit –  analoge Technik

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Hallentor

Und dann gibt es noch das Tempelhofer Feld, dass seit dem 8. Mai 2010 für alle geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten richten sich nach den Jahreszeiten. Generell gilt: Der Park ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, im Mai von 6 Uhr – 21.30 Uhr. Man fährt mit der S-Bahn zur Station Tempelhof und läuft dann ungefähr 10 Minuten zu einem der Eingänge. Morgens sieht man vor allem Jogger und Fahrradfahrer, es ist total ruhig dort.
Ich bin einfach nur ein wenig herumgelaufen und habe dabei zwei Clips mit der kleinen QBic-Kamera gedreht. Ihr könnt ja mal schauen, nichts Großes.

Das wäre also der erste Teil zum Flughafen Tempelhof und den Tempelhofer Feld. Wenn Interesse besteht, dann würde ich mich über Kommentare freuen.
Eure Kerstin

WER A SAGT MUSS AUCH B SAGEN – das Buchstabenmuseum in Berlin

Im Jahr 2005 gründeten Barbara Dechant und Anja Schulze den gemeinnützigen Verein Buchstabenmuseum e. V. dessen Ziel die Bewahrung, Restaurierung und Ausstellung von Buchstaben aus Berlin und dem Rest der Welt ist. Die Sammlung musste aus der Kaufhalle ausziehen und die neue Location habe ich noch nicht besucht.

Vielleicht sehen wir uns dort, Eure Kerstin

Webseite:
www.buchstabenmuseum.de

Lost Place – der Teufelsberg in Berlin

Schon immer wollte ich unbedingt auf den Berliner Teufelsberg und als sich die Möglichkeit für einen Fotoworkshop bot, musste ich zuschlagen. Das war vor ein paar Wochen und niemand konnte ahnen (oder doch?), welche Veränderungen anstanden. Der neue Pächter und ein Verwandter des Eigentümers öffnete den Berg für alle – Eintritt 7 Euro.
Für mich ist es das Ende dieser tollen Location – vielleicht übertreibe ich, aber so sieht es für mich aus. Wie mir scheint, wird versucht Geld einzunehmen – no matter what. Nicht nur die Exklusivität geht verloren, ich fürchte die Massen verändern auch die Atmosphäre und damit das Geheimnisvolle des Ortes. Irgendwie ist auch typisch Berlin, man verkauft solche Orte und wundert sich 20 Jahre später darüber. Laut Presseberichten hat das Grundstück damals 5,2 Mio gekostet, nun will man 50 Mio haben. Das ist doch mal eine Gewinnspanne.

Was ist der Teufelsberg?

„Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins und nach Messungen aus dem Jahr 2013 mit 120,1 m ü. die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets.Der Hügel – mit Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel – liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der Teufelsseechaussee zwischen den S-Bahn-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße. Er hat seinen Namen vom nahe gelegenen Teufelssee. Auf dem Berg befinden sich die markanten Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nach dem Abzug der Militärs wurde die Anlage von 1991 bis 1999 als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude leer.“
So fast es Wikipedia zusammen.
Heute gibt es dort viele tolle Graffitis, leerstehende Gebäude der Amis und natürlich die berühmten Abhörkugeln, die ein Wahrzeichen des Berges sind. Pläne fürs Gelände gab und gibt es viele, umgesetzt wurde kaum etwas. Nun ist der Berg gegen einen Eintrittspreis geöffnet, sogenannte Führungen angeboten. Unsere Führung war total sinnlos, also keine 15 Euros ausgeben. Das da Häuser und Türme stehen, sehe ich selbst. Ich hatte auf Hintergrundinfos gehofft, die gab es nicht.

Lohnt sich ein Besuch?

Ich denke schon. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und natürlich ist das Unfertige und Dreckige, Teil des Mythos Berlin. Der Weg dorthin ist lang, es gibt nur ein (schmutziges) Dixieklo. Getränke und Essen sollte man mitbringen. Man kann sich auf dem Gelände frei bewegen, am Wochenende ist es sehr voll. Falls man auf die Türme möchte, eine Taschenlampe mitbringen. Es gibt dort keinen Strom mehr und die Treppen sieht man kaum. Kein Scherz – es ist wirklich dunkel, kein Tageslicht. Man sollte auch keine Höhenangst haben.

Meine Fotos

Ich bin mit meiner Ausbeute unzufrieden. Irgendwie habe ich an diesem Tag kein Gefühl für die Location entwickeln können und keine Ideen zum Fotografieren gehabt. Der Workshop war toll, aber was nützt es, wenn die Umsetzung nicht klappt. So gibt es keine Massen von Bildern, aber den Vorsatz einen weiteren Versuch zu machen.

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Einen schönen Start in die Woche wünscht Kerstin

Sonnenuntergang von der Elsenbrücke

Hintergrund

Die Elsenbrücke in Berlin ist eine Straßenbrücke, die die beiden Bezirke Friedrichshain-Kreuzberg und Treptow-Köpenick miteinander verbindet.  Daneben befinden zwei weitere Brücken, die Ringbahnbrücke für den S-Bahn- und Fernbahnverkehr und die Parkwegbrücke für Fußgänger.

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Die Prinzessinnengärten in Kreuzberg

Hintergrund

Nicht-Berliner haben vielleicht noch nie von diesem Gärten gehört, deshalb kurz eine Wikipedia Beschreibung.
„Prinzessinnengärten bezeichnet einen mobilen Garten am Moritzplatz im Berliner Ortsteil Kreuzberg. Es handelt sich um eine ehemalige Brachfläche zwischen Prinzen- und Oranienstraße, die seit 2009 von engagierten Anwohnern in einen Nutzgarten für urbane Landwirtschaft umgewandelt wurde.

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Die Glasfabrik auf der Halbinsel Stralau

UPDATE:

In den letzten Jahren konnte man sehen wie die Stralauer Halbinsel zwischen Treptow und Friedrichshain immer mehr zugebaut wurde. Mit superteuren Apartements, zum Teil mit eigener Bootsanlegestelle und schönem Blick ins Grüne. Das ist auf der Halbinsel leider sehr zurückgedrängt worden (meine Beobachtung in den letzten Jahren), sehr schade. Allerdings gab es da ja noch einige Industriegebäude, die unter Denkmalschutz stehen – wie die alte Glasfabrik. Darüber hatte ich damals geschrieben.

Die beiden besprayten Backsteingebäude standen seit 1997 leer und nun haben dort offensichtlich Bauarbeiten begonnen. Glaubt man dem Internet, denn dort habe ich das hier gefunden:

„BAUGRUPPE GLASHÜTTE ALT STRALAU

Auf der Halbinsel Stralau, im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, verwirklicht sich die Baugruppe Glashütte Alt Stralau in insgesamt 46 Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten.
Durch Umnutzung des denkmalgeschützten Werkstattgebäudes der ehemaligen Glashütte entstehen Wohnraum und Gewerbeeinheiten. Das Gebäude wird von außen weitestgehend rekonstruiert. Zusätzlich wird ein 5-geschossiger Neubau errichtet, der südlich des Bestandsgebäudes seinen Platz findet.

Die Baugruppe hat sich selbst dazu verpflichtet, dass 6 Mietwohnungen 10 Jahre lang mit einer Mietobergrenze von 8,50 €/m² versehen sind und dadurch bezahlbarer Wohnraum entsteht. Darüber hinaus dürfen Wohneinheiten innerhalb dieser 10 Jahre auch nur höchstens zu den Herstellungskosten verkauft werden, um kurz- und mittelfristige Spekulationen auszuschließen.“ (http://baugruppen-in-berlin.de/projekte/aktuelle-projekte/baugruppe-glashuette-stralau/)

Ich hätte zwar gedacht, dass das nicht möglich ist, aber da die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Selbstverpflichtung ist genau das und wenn von 46 Wohnungen, 6 bezahlbar sein sollen, bleiben noch 40 ohne eine Obergrenze und wer weiß wie hoch die Herstellungskosten sind (bei Einhaltung von Denkmalschutzvorgaben sich nicht wenig) und 10 Jahre sind ja schnell vorbei. Aber aus mir spricht natürlich nur den Neid eines Normalos, der nicht so nah an der S-Bahn wohnen möchte.

In Erinnerung an den „Lost Place“ Glasfabrik ein paar Fotos. Das eingerüstete Gebäude konnte ich nicht fotografieren, es ist ja Baugelände.

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Regattastrecke Grünau

 

 

Informationen

Die Regattastrecke Berlin-Grünau liegt im Südosten Berlins. Sie war Austragungsort der Ruder- und Kanuwettbewerbe der Olympischen Spiele 1936.

Die erste offizielle Ruderregatta auf der Strecke fand am 27. Juni 1880 statt, und sie ist damit die älteste Sportstätte Berlins, die immer noch genutzt wird. Die Strecke ist 2000 Meter lang und bietet sechs Bahnen bei Ruderwettbewerben, und neun Bahnen für den Kanusport. Sie ist Eigentum des Bezirks Treptow-Köpenick. Heute werden dort Regatten im Rudern und Kanurennsport, Veranstaltungen im Kanupolo, mit Drachenbooten sowie Motorbootrennen ausgetragen. Aufgrund des Schiffsverkehrs und der Strömung der Dahme entspricht die Strecke allerdings nicht mehr den heutigen Anforderungen an internationale Meisterschaften.

Motive

Natürlich die Regattastrecke, eine große Zuschauertribüne, weite Blicke übers Wasser und eine Marina mit Booten.

Eine weitere Besonderheit ist das kleine Wassersportmuseum.

Die Ausstellungsstücke dort stammen zum Teil aus der Privatkollektion des Lehrers Werner Philipp, die dieser 1994 der Stadt Berlin schenkte.
Die Dauerausstellung besteht aus rund 200 Exponaten, die die Geschichte des Wassersports zwischen 1835 und 1945 dokumentieren; sowie die Anfänge des bürgerlichen Ruder- und Segelsports, die Arbeitersportbewegung und die Olympische Regattastrecke 1936.(http://www.wassersportmuseum-gruenau.de/?Das_Wassersportmuseum)

Anfahrt

Mit den S-Bahn Linien S8 oder S46 oder S86 bis S-Bahnhof Berlin-Grünau fahren und von dort mit der Straßenbahn-Linie 68 in Richtung Alt-Schmöckwitz eine Station bis Haltestelle „Regattatribünen“.

Adresse

Regattastraße 191, 12527 Berlin

Karte

Der Flughafen Berlin-Brandenburg

Informationen

Noch immer ist der Flughafen BER in Berlin-Schönefeld eine Baustelle und der Eröffnungstermin steht noch immer nicht fest. Trotzdem gibt es ab und zu die Möglichkeit den Flughafen zu besuchen wie 2015 beim Brandenburgischen Sommerkonzert. Per Shuttle ging es vom S-Bahnhof Schönefeld zum BER-Terminal und bevor das Konzert begann hatte man die Möglichkeit sich etwas umzusehen. Auch die die neue Abfertigungshalle war zu besichtigen. 

Motive

Die einzelnen Gebäude bieten die Möglichkeit sich in Architektur-Fotografie zu üben. Alles ist klar und übersichtlich, viel Beton und alles sehr hell.

Die Abfertigungshalle bietet zudem durch die großen Glasfronten interessante Spiegelungen und Durchblicke.

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Innen sieht es schon sehr gut und fertig aus, man sieht nur wenige Baustellen.

Resümee

Ich fand es sehr interessant. Man sollte in den Zeitungen nach solchen Anlässen suchen. Ansonsten gibt es eine Buslinie, die das Gelände anfährt, aber der Zugang ist natürlich eingeschränkt.

Anreise
Bis S-Bahnhof Schönefeld, ab dort die Buslinien 734, 736 und 738 bis zum Elly-Beinhorn-Ring bzw. Hugo-Eckener-Allee. Die Busse fahren nicht sehr oft, bitte in Internet nachsehen.

Wo warst Du am 9. November 1989 ?

 

Oliver Welke meinte in der „heute show“, dass es nerve, wenn alle möglichen „Promis“ gefragt werden wo sie waren. Nun sehe ich solche Sendungen offensichtlich nicht, denn außer Udo Lindenberg und Angela Merkel habe ich niemanden gehört. Vielleicht ein Grund, warum ich kein Problem damit habe, die Frage zu beantworten, zumal keine große Geschichte dahinter steckt.

Denn meine Antwort ist langweilig: im Bett. Schließlich war am nächsten Tag Arbeit angesagt.
In meiner Familie lief eigentlich nie das DDR-Fernsehen (ehrlich, das war möglich) und so habe ich auch kaum die Aktuelle Kamera gesehen. Klar in der Wendezeit war das etwas etwas anders, aber daß ich nur vor dem TV saß, kann ich nicht sagen.
Als ich dann am nächsten Tag von der Grenzöffnung gehört hatte und erfuhr, mein Bruder war in Westberlin, hatte ich schon Angst um ihn. Man wußte ja nie, aber er hatte schon immer seinen eigenen Kopf und sah das offensichtlich nicht so.

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Lost Place – das Eierhäuschen in Berlin

Ich habe mich gefreut als die Presse über die 10 Millionen Euro berichtete, die für den Wiederaufbau des Eierhäuschens zur Verfügung gestellt wurden. Nun, ein paar Monate später scheint sich das Ganze so nicht zu klappen. Die 10 Millionen sollen auch für die Sommernutzung des Spreeparks genutzt werden, denn im August gibt es wieder den „Spuk untern Riesenrad“.  Und als ich in dieser Woche da war, bewegte sich das Rad tatsächlich und es sah auch frisch gestrichen aus (von weiten und hinter einem Zaun fotografiert). Oder täuscht mein Eindruck?

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Aber vielleicht sollte ich noch ein paar Worte zum Eierhäuschen verlieren. Es war eine Traditionsgaststätte an der Spree, der schon Theodor Fontane in „Der Stechlin“ ein Denkmal gesetzt hat.  „O weh! Ein Palazzo“, rief die Baronin, als das Schiff am Ufer anlegte. So beschrieb Theodor Fontane im „Stechlin“ den ersten Ausflug seiner Heldin zum „Eierhäuschen“. Ein roter Backsteinbau, „der zwischen den Pappelweiden mit Turm und Erker sichtbar wird“.  Überraschend ist der Anblick noch immer, den man beim Spaziergang durch den Plänterwald einfach nicht erwartet.

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Wie ein Märchenzauber-Hexenhaus steht es da, ein Bauzaun umgibt das Gebäude.  Die Fenster sind zugenagelt, die Remisen eingestürzt, doch immer noch erkennbar: ein geschnitzter Giebelschmuck, glasierte Ziegelreihen, Fachwerk und Malerei. Eröffnet 1837, war es ein  Gartenlokal mit schönem Blick auf die Spree, man konnte Essen und sein Bier trinken und dabei die vorbeiziehenden Schiffe beobachten.  Seit 1991 ist das Restaurant geschlossen und verfällt. 2014 kaufte der Senat für zwei Millionen Euro das Erbbaurecht für das Gelände zurück und der besagte Zaun wurde errichtet, Türen, Fenster und Dach abgedichtet, alles wetterfest gemacht. Die Sanierung könnte noch in diesem Jahr beginnen, aber was passiert dann?  Wege, Parkplätze, eine Anlegestelle, all das gibt es nicht mehr. Und so scheint die Zukunft, trotz des Geldes ungewiss. Wirklich schade, dass so ein Juwel vor aller Augen und dem Denkmalschutz verfällt.

 

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Oh je, ich habe wahrscheinlich viel zu viele Bilder gepostet.

Aber bei dem Motiv, sicher zu verzeihen. Ich würde mich freuen, Eure Meinung zu hören !