Der Berliner Teufelsberg

Mein Besuch fand im vergangenen Jahr statt und inzwischen ist alles ganz anders. Obwohl nicht wirklich, denn leider siegt auch in Berlin oft der Kommerz und solche Plätze wie der Teufelsberg werden bald verschwunden sein.

Was gibt es Neues – Juni 2017

Noch immer sind die Eigentumsverhältnisse für einen Außenstehenden nicht zu entwirren. Zur Zeit präsentiert Marvin Schütte wieder seine Pläne: einen natürlichen Kulturort, ein Museum, ein Rückzugsort. Soweit so gut, aber wie ? Es gibt keine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, zu Fuß ist man lange unterwegs, wenn es dunkel wird findet man kam zurück zur S-Bahn. Kleinigkeiten ? Ich denke nicht. Schade, dass so ein toller Ort im Berliner Politikdschungel untergeht. Der Senat sollte sich wirklich einmal festlegen und dann etwas aus dem Gelände machen.

Auf dem Teufelsberg

Schon immer wollte ich unbedingt auf den Berliner Teufelsberg und als sich die Möglichkeit für einen Fotoworkshop bot, musste ich zuschlagen. Das war vor ein paar Wochen und niemand konnte ahnen (oder doch?), welche Veränderungen anstanden. Der neue Pächter und ein Verwandter des Eigentümers öffnete den Berg für alle – Eintritt 7 Euro.
Für mich ist es das Ende dieser tollen Location – vielleicht übertreibe ich, aber so sieht es für mich aus. Wie mir scheint, wird versucht Geld einzunehmen – no matter what. Nicht nur die Exklusivität geht verloren, ich fürchte die Massen verändern auch die Atmosphäre und damit das Geheimnisvolle des Ortes. Irgendwie ist auch typisch Berlin, man verkauft solche Orte und wundert sich 20 Jahre später darüber. Laut Presseberichten hat das Grundstück damals 5,2 Mio gekostet, nun will man 50 Mio haben. Das ist doch mal eine Gewinnspanne.


Was ist der Teufelsberg?

„Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins und nach Messungen aus dem Jahr 2013 mit 120,1 m ü. die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets. Der Hügel – mit Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel – liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der Teufelsseechaussee zwischen den S-Bahn-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße. Er hat seinen Namen vom nahe gelegenen Teufelssee. Auf dem Berg befinden sich die markanten Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nach dem Abzug der Militärs wurde die Anlage von 1991 bis 1999 als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude leer.“

 

 

So fasst es Wikipedia zusammen.
Heute gibt es dort viele tolle Graffitis, leerstehende Gebäude der Amis und natürlich die berühmten Abhörkugeln, die ein Wahrzeichen des Berges sind. Pläne fürs Gelände gab und gibt es viele, umgesetzt wurde kaum etwas. Nun ist der Berg gegen einen Eintrittspreis geöffnet, sogenannte Führungen angeboten. Unsere Führung war total sinnlos, also keine 15 Euros ausgeben. Das da Häuser und Türme stehen, sehe ich selbst. Ich hatte auf Hintergrundinfos gehofft, die gab es nicht.

Lohnt sich ein Besuch?

Ich denke schon. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und natürlich ist das Unfertige und Dreckige, Teil des Mythos Berlin. Der Weg dorthin ist lang, es gibt nur ein (schmutziges) Dixieklo. Getränke und Essen sollte man mitbringen. Man kann sich auf dem Gelände frei bewegen, am Wochenende ist es sehr voll. Falls man auf die Türme möchte, eine Taschenlampe mitbringen. Es gibt dort keinen Strom mehr und die Treppen sieht man kaum. Kein Scherz – es ist wirklich dunkel, kein Tageslicht. Man sollte auch keine Höhenangst haben.
Aber der Blick entschädigt für alle Mühsal.

 

Wie kommt man dorthin?
Viele Wege führen zum Teufelsberg, keiner ist wirklich einfach. Ideal ist es mit dem Fahrrad. Ansonsten hier ein paar Beispiele.

Grunewald, 14193 Berlin, Teufelsberg Teufelsseechaussee 5;
Bus M49 bis Flatowallee 950meter laufen, oder Bus 218 bis Flatowallee (Berlin) 950 meter laufen

S-Bhf. Heerstraße und dann die Teufelsseechaussee langlaufen. Es ist allerdings ein ganzes Stückchen.
S-Olympiastadion oder S-Grunewald aussteigen. Und dann heißt es laufen, laufen, laufen.

Leider ist das in der Dunkelheit schwierig, man könnte versuchen andere Besucher zu finden, die mit dem Auto fahren.

 

 

 

 

Der Klunkergarten in Berlin-Neukölln

Eine grüne Oase ist über den Dächern Neuköllns entstanden, im Rahmen des „Hidden Places“ – Projektes von Canon besuchen konnten wir sie besuchen. Von außen sieht man dem Gebäude nicht an, was sich hier befindet, aber viele Neuköllner kennen den Platz und abends und an den Wochenenden soll es lange Warteschlangen geben. Wir waren am  frühen Nachmittag da und kamen ohne Probleme hinein und einen Platz.

klunker-0290

Was ist der „Klunkergarten“?  

„… ist das Begrünungsprojekt des Kulturdachgartens Klunkerkranich. Wir sind der erste und bis dato einzige Gemeinschaftsdachgarten Berlins…. Unser Ziel: Erschließung einer grünen Oase in der Betonwüste der pulsierenden Großstadt, hoch über den Dächern Neuköllns.“

Motive:

Die beschriebene Oase befindet sich auf dem obersten Stockwerk eines Parkhauses und von hier hat man einen Panoramablick auf die Stadt, Berlin ganz eng aneinander, Haus an Haus, man blickt auf Balkone, graue Dächer, Satellitenschüsseln und Brandmauern, aber auch auf grüne Flächen. Man kann mit und ohne Teleobjektiv bei guter Sicht viel entdecken und fotografieren. Es ist fast ein Rundumblick möglich. Außerdem gibt es viele Pflanzen, Blumen und andere Details zu fotografieren, die die Atmosphäre auf dem Dachgarten ausmachen.

 

Natürlich kann man im Klunkerkranich feiern, trinken und essen und den Blick über die Stadt genießen.

klunker-0299

IMG_0366-2

 

Wahrscheinlich ist der Sonnenuntergang unbeschreiblich schön, vielleicht gehe ich mit Freunden noch einmal hin 🙂

Wo man ihn findet, steht auf der Webseite des Klunkergarten: 

Den Nistplatz des Klunkerkranichs auf dem Dach der Neukölln Arcaden in der

KARL-MARX-STRASSE 66, 12043 BERLIN

Dort nehmt ihr am Eingang der Bibiliothek/Post
einen der Fahrstühle in die 5. Etage zum Parkdeck,
windet euch himmelwärts auf unser Oberdeck und: seid da!
Take the elevatorat the library/post entrance to the 5th floor,
wind up skywards to the upper floor and: you’re there!

• ÖFFNUNGSZEITEN •

Jeden Tag von 10 (Sonntags ab 12 Uhr) – 01:30 Uhr geöffnet.

Viel Spaß in Neukölln wünscht Kerstin

Dank an Canon und die Aktion #comeandsee. Es war ein toller Tag.