Zurück ins Jahr 2014 – das Kaufhaus Jandorf als Ausstellungsort

Ich habe überlegt, ob ich diesen Ort in die Sammlung aufnehme, aber als historischer Ort der Kunstszene nach der Wende verdient er es auf jeden Fall.
Allerdings ist Berlin auf dem Weg sich selbst kaputt zu machen oder besser gesagt, die Leute mit Geld oder die Leute, die immer mehr verdienen wollen.
Warum ?
Diese historische Location für Kunst-Events, Messen und exklusive Partys gehört den Erben des vormaligen Besitzers und der hat sie nun verkauft. So wird das denkmalgeschützte Gebäude im Messel-Stil nun sehr aufwendig saniert und ein Autokonzern zieht als Dauermieter ein. Ob man danach etwas von der historischen Substanz des Gebäudes wiederfindet ? Wer überhaupt noch Zugang hat ? Man weiß es nicht.

Ich habe noch ein paar Bilder gefunden, die ich 2014 gemacht habe. Der Anlass war die Kunstmesse: POSITIONS BERLIN – 18. – 21. September 2014.
Die Bilder entstanden mit dem iPhone und der Hipstamatic App. Damit habe ich viel experimentiert und fand es für den Ort ganz passend 🙂

Adresse:
Kaufhaus Jandorf
Brunnenstraße 19–21
Berlin

– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/28645644 ©2017

Mythos – Flughafen Tempelhof (1)

Das ehemalige Flughafengebäude ist das größte Baudenkmal Europas und seit der Schließung des Flughafens denken viele, dass dort kaum noch etwas los ist. Aber eher das Gegenteil ist der Fall, es gibt viele Veranstaltungen dort und letztens sogar ein Rennen der Formula E.

Ich habe ein paar Veranstaltungen besucht und eine sehr lange Führung durch die verschiedensten Gebäude gemacht. Es war sehr beeindruckend – vor allem was die Geschichte des Flughafens angeht, denn die hinterlässt bis heute ihre Spuren. Große Teile des Flughafens sind noch immer nicht zugänglich und die Amerikaner haben wohl dort noch einiges zu sagen.

 

tempel-4

Ich bin nicht sicher, ob diese Maschine immer dort steht, aber sie war ein beeindruckender Start unserer Fototour.

tempel-5

tempel-6

tempel-7

tempel-8

 

tempel-10

Hier ein altes Förderband – ich frage mich wie lange man auf sein Gepäck warten musste.

tempel-11

 Und bedient wurde das Band damit –  analoge Technik

tempel-12

tempel

 

Hallentor

Und dann gibt es noch das Tempelhofer Feld, dass seit dem 8. Mai 2010 für alle geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten richten sich nach den Jahreszeiten. Generell gilt: Der Park ist täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang geöffnet, im Mai von 6 Uhr – 21.30 Uhr. Man fährt mit der S-Bahn zur Station Tempelhof und läuft dann ungefähr 10 Minuten zu einem der Eingänge. Morgens sieht man vor allem Jogger und Fahrradfahrer, es ist total ruhig dort.
Ich bin einfach nur ein wenig herumgelaufen und habe dabei zwei Clips mit der kleinen QBic-Kamera gedreht. Ihr könnt ja mal schauen, nichts Großes.

Das wäre also der erste Teil zum Flughafen Tempelhof und den Tempelhofer Feld. Wenn Interesse besteht, dann würde ich mich über Kommentare freuen.
Eure Kerstin

Rund um die Wilhelminenhofstraße in Oberschöneweide (1)

2004 kaufte Sven Herrmann zusammen mit einem Galeristen das Schauhallenareal und erhoffte damit einen Neubeginn für Oberschöneweide. Große Pläne – Namen wie Ai Weiwei und Bryan Adams wurden in der Presse genannt, nur wenig davon umgesetzt. Ai Weiwei sagte 2011 ab und Bryan Adams bietet Ateliers zum Verkauf an.

Der Spruch an der Wand – „Gib der Kunst Raum, dann wird sich die Schönheit ihrer Seele in Freiheit erfüllen“ – ein programmatisches Versprechen, dass noch eingelöst werden muss. Ich war wieder einmal dort und kann keine „großen“ Veränderungen feststellen. Da ich dort ein paar Jahre gelebt habe, erlaube ich mir die Wertung.

Fotografisch bietet die Gegend für Fans von Industriedenkmälern/Lost Place dagegen einiges.

 

Rad- und Fußgängerbrücke „Kaisersteg“

Die Brücke von 2007 mit charakteristischem Mittelpylon verbindet Niederschöneweide mit Oberschöneweide. Sie wurde dort errichtet, wo Regierungsbaurat Heinrich Müller-Breslau im Jahr 1900 eine filigrane Eisen-Fachwerk-Konstruktion über die Spree gesetzt hatte. Seine Brücke galt damals als Meisterleistung der Ingenieurkunst. Leider wurde sie in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs gesprengt.

 

 

Rund um den „Platz am Kaisersteg“ stehen alte Produktionshallen.

 

 

Auf der Straße Unter der Kranbahn sind Reste der alten TRO-Kranbahn zu besichtigen.

 

 

 

Gerade hier sind die Motive unendlich. Über die Hallen, in denen heute Ausstellungen stattfinden und dem Industriesalon berichte ich gesondert. Leider sind die Öffnungszeiten so begrenzt, dass ich nicht hineinkam.

Wer schnell ist, dem möchte ich die Fotoausstellung in den Reinbeckhallen empfehlen. Noch bis zum 10. August kann man dort Fotografdien von Sybille Bergemann sehen. Einfach toll.

 

Reinbeckhallen

Reinbeckstr. 9/10.

Fr.–So. 14–18 Uhr. Verlängert bis 10. August

 

Für Fans von Straßenbahnen – hier fährt sie häufig (wenn nicht gerade Bauarbeiten stattfinden) und man kann direkt vom S-Bahnhof Schöneweide zur Wilhelminenhofstraße fahren, aussteigen und laufen.

Lage:

Oberschöneweide liegt im nordwestlichen Teil des Bezirks Treptow-Köpenick am nördlichen Ufer der Spree. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist Oberschöneweide mit der Straßenbahn zu erreichen. Durch Oberschöneweide fahren die Straßenbahnlinien M17, 21, 27, 37, 60 und 67.

Im Nordwesten verbindet den Ortsteil die Fähre F11 mit dem Ortsteil Plänterwald.

In Niederschöneweide befindet sich der S-Bahnhof Schöneweide, den der Großteil der Straßenbahnlinien bedient und der den Ortsteil mit dem Berliner Zentrum und dem Regionalverkehr verbindet. Die S-Bahnlinien S45, S46, S47, S8, S85 und S9 halten hier.

 

 

Der Berliner Teufelsberg

Mein Besuch fand im vergangenen Jahr statt und inzwischen ist alles ganz anders. Obwohl nicht wirklich, denn leider siegt auch in Berlin oft der Kommerz und solche Plätze wie der Teufelsberg werden bald verschwunden sein.

Was gibt es Neues – Juni 2017

Noch immer sind die Eigentumsverhältnisse für einen Außenstehenden nicht zu entwirren. Zur Zeit präsentiert Marvin Schütte wieder seine Pläne: einen natürlichen Kulturort, ein Museum, ein Rückzugsort. Soweit so gut, aber wie ? Es gibt keine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, zu Fuß ist man lange unterwegs, wenn es dunkel wird findet man kam zurück zur S-Bahn. Kleinigkeiten ? Ich denke nicht. Schade, dass so ein toller Ort im Berliner Politikdschungel untergeht. Der Senat sollte sich wirklich einmal festlegen und dann etwas aus dem Gelände machen.

Auf dem Teufelsberg

Schon immer wollte ich unbedingt auf den Berliner Teufelsberg und als sich die Möglichkeit für einen Fotoworkshop bot, musste ich zuschlagen. Das war vor ein paar Wochen und niemand konnte ahnen (oder doch?), welche Veränderungen anstanden. Der neue Pächter und ein Verwandter des Eigentümers öffnete den Berg für alle – Eintritt 7 Euro.
Für mich ist es das Ende dieser tollen Location – vielleicht übertreibe ich, aber so sieht es für mich aus. Wie mir scheint, wird versucht Geld einzunehmen – no matter what. Nicht nur die Exklusivität geht verloren, ich fürchte die Massen verändern auch die Atmosphäre und damit das Geheimnisvolle des Ortes. Irgendwie ist auch typisch Berlin, man verkauft solche Orte und wundert sich 20 Jahre später darüber. Laut Presseberichten hat das Grundstück damals 5,2 Mio gekostet, nun will man 50 Mio haben. Das ist doch mal eine Gewinnspanne.


Was ist der Teufelsberg?

„Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins und nach Messungen aus dem Jahr 2013 mit 120,1 m ü. die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets. Der Hügel – mit Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel – liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der Teufelsseechaussee zwischen den S-Bahn-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße. Er hat seinen Namen vom nahe gelegenen Teufelssee. Auf dem Berg befinden sich die markanten Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nach dem Abzug der Militärs wurde die Anlage von 1991 bis 1999 als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude leer.“

 

 

So fasst es Wikipedia zusammen.
Heute gibt es dort viele tolle Graffitis, leerstehende Gebäude der Amis und natürlich die berühmten Abhörkugeln, die ein Wahrzeichen des Berges sind. Pläne fürs Gelände gab und gibt es viele, umgesetzt wurde kaum etwas. Nun ist der Berg gegen einen Eintrittspreis geöffnet, sogenannte Führungen angeboten. Unsere Führung war total sinnlos, also keine 15 Euros ausgeben. Das da Häuser und Türme stehen, sehe ich selbst. Ich hatte auf Hintergrundinfos gehofft, die gab es nicht.

Lohnt sich ein Besuch?

Ich denke schon. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und natürlich ist das Unfertige und Dreckige, Teil des Mythos Berlin. Der Weg dorthin ist lang, es gibt nur ein (schmutziges) Dixieklo. Getränke und Essen sollte man mitbringen. Man kann sich auf dem Gelände frei bewegen, am Wochenende ist es sehr voll. Falls man auf die Türme möchte, eine Taschenlampe mitbringen. Es gibt dort keinen Strom mehr und die Treppen sieht man kaum. Kein Scherz – es ist wirklich dunkel, kein Tageslicht. Man sollte auch keine Höhenangst haben.
Aber der Blick entschädigt für alle Mühsal.

 

Wie kommt man dorthin?
Viele Wege führen zum Teufelsberg, keiner ist wirklich einfach. Ideal ist es mit dem Fahrrad. Ansonsten hier ein paar Beispiele.

Grunewald, 14193 Berlin, Teufelsberg Teufelsseechaussee 5;
Bus M49 bis Flatowallee 950meter laufen, oder Bus 218 bis Flatowallee (Berlin) 950 meter laufen

S-Bhf. Heerstraße und dann die Teufelsseechaussee langlaufen. Es ist allerdings ein ganzes Stückchen.
S-Olympiastadion oder S-Grunewald aussteigen. Und dann heißt es laufen, laufen, laufen.

Leider ist das in der Dunkelheit schwierig, man könnte versuchen andere Besucher zu finden, die mit dem Auto fahren.

 

 

 

 

Benzin-Zapfsäule in Rixdorf

Ich war zum ersten Mal dort und habe dort wirklich „Hidden Places“ entdeckt – wie es Nina und Canon versprochen haben. So zum Beispiel diese alte Benzin-Zapfsäule, die direkt vor einem bewohnten Haus steht. Ein Super-Fotomotiv.

 

 

Die Fotos entstanden mit der PowerShot SX710 HS, die ich mir für dieses Event ausgesucht hatte. Überzeugt hat mich die Größe und der Zoom. Canon schreibt dazu:
„Diese ultra-kompakte Kamera ist so klein, dass sie in jede Tasche passt und so überall mit hingenommen werden kann – das macht sie zum idealen Reisebegleiter. Mit dem 30fach optischen Zoom und 60fach ZoomPlus kommen Sie ganz nah ans Geschehen ran und halten jedes beeindruckende Detail fest.“

Für dieses Motiv habe ich den Zoom zwar nicht benötigt, aber bei anderen Fotos hat er sich wirklich bewährt. Eine schöne handliche Kamera, die es in schwarz und rot gibt.

Bevor Ihr nun nach der Adresse der Tanksäule fragt, genau habe ich die leider nicht. Wir sind durch Rixdorf gelaufen und da standen sie im Hinterhof.

 

 

Bis dann, Kerstin

Palais am Funkturm

Das „Palais am Funkturm“ befindet sich auf dem Berliner Messegelände und ist auch heute noch in „Betrieb“. Aktuell ist es Schauplatz für die „Echo-Verleihung“ 2017.

Meine Fotos entstanden am Rande des ITB.

Zur Geschichte:

Errichtet wurde es in den Jahren 1956/57 vom Architekten Bruno Grimmek. Er baute es rückwärtig an die sogenannte „Ehrenhalle“ (Halle 19), die aus den 30er-Jahren stammt, an. Sie hat eine Höhe von 32 Metern und dient auch heute noch als stilvolles Entree zum Palais.

Die Bezeichnung Palais ist durchaus treffend. Zwei großzügige Freitreppen erschließen den galerieartigen hohen Raum, der sich über zwei Geschosse erstreckt (der Innenraum war nicht zugänglich).

Typisch 50iger Jahre

Der Schriftzug „Restaurant“ steht ebenfalls unter Denkmalschutz. Angebracht ist er an der Außenfassade des Palais. Auf der Terrasse gleich neben dem ovalen Sommergarten ist er gut sichtbar und diente ebenfalls bereits in mancher Filmszene für das 50er-Jahre-Ambiente.

Ähnlich toll natürlich auch der Schriftzug „Bar“.

Zum Fotografieren bieten sich viele Motive und Perspektiven. Meine Fotos entstanden am späten Nachmittag (März 2017)

 

Adresse:

Messe Berlin
Messedamm 22
14055 Berlin
Öffnungszeiten:  während der dortigen Veranstaltungen.

Der Klunkergarten in Berlin-Neukölln

Eine grüne Oase ist über den Dächern Neuköllns entstanden, im Rahmen des „Hidden Places“ – Projektes von Canon besuchen konnten wir sie besuchen. Von außen sieht man dem Gebäude nicht an, was sich hier befindet, aber viele Neuköllner kennen den Platz und abends und an den Wochenenden soll es lange Warteschlangen geben. Wir waren am  frühen Nachmittag da und kamen ohne Probleme hinein und einen Platz.

klunker-0290

Was ist der „Klunkergarten“?  

„… ist das Begrünungsprojekt des Kulturdachgartens Klunkerkranich. Wir sind der erste und bis dato einzige Gemeinschaftsdachgarten Berlins…. Unser Ziel: Erschließung einer grünen Oase in der Betonwüste der pulsierenden Großstadt, hoch über den Dächern Neuköllns.“

Motive:

Die beschriebene Oase befindet sich auf dem obersten Stockwerk eines Parkhauses und von hier hat man einen Panoramablick auf die Stadt, Berlin ganz eng aneinander, Haus an Haus, man blickt auf Balkone, graue Dächer, Satellitenschüsseln und Brandmauern, aber auch auf grüne Flächen. Man kann mit und ohne Teleobjektiv bei guter Sicht viel entdecken und fotografieren. Es ist fast ein Rundumblick möglich. Außerdem gibt es viele Pflanzen, Blumen und andere Details zu fotografieren, die die Atmosphäre auf dem Dachgarten ausmachen.

 

Natürlich kann man im Klunkerkranich feiern, trinken und essen und den Blick über die Stadt genießen.

klunker-0299

IMG_0366-2

 

Wahrscheinlich ist der Sonnenuntergang unbeschreiblich schön, vielleicht gehe ich mit Freunden noch einmal hin 🙂

Wo man ihn findet, steht auf der Webseite des Klunkergarten: 

Den Nistplatz des Klunkerkranichs auf dem Dach der Neukölln Arcaden in der

KARL-MARX-STRASSE 66, 12043 BERLIN

Dort nehmt ihr am Eingang der Bibiliothek/Post
einen der Fahrstühle in die 5. Etage zum Parkdeck,
windet euch himmelwärts auf unser Oberdeck und: seid da!
Take the elevatorat the library/post entrance to the 5th floor,
wind up skywards to the upper floor and: you’re there!

• ÖFFNUNGSZEITEN •

Jeden Tag von 10 (Sonntags ab 12 Uhr) – 01:30 Uhr geöffnet.

Viel Spaß in Neukölln wünscht Kerstin

Dank an Canon und die Aktion #comeandsee. Es war ein toller Tag.

Besuch des Spreepark im Plänterwald

Der Spreepark im Berliner Plänterwald ist eine Berliner Legende, viele haben Kindheitserinnerungen an Besuche mit den Eltern, man kennt die Fernsehserie „Spuk unterm Riesenrad“ oder einfach nur die „Lost Place“ – Fotos.
Schon daran sieht man, dass der ehemalige Vergnügungspark auf eine abwechslungsreiche Geschichte zurückblickt, obwohl er erst 1969 eröffnet wurde. Das berühmte Riesenrad (45 Meter hoch) war ein Geschenk zum 40. DDR-Jubiläum.

img_9559

Mit der Wende begann ein neues Kapitel des Parks, das mit einem Drogenschmuggel und vielen Jahren in einem mittelamerikanischen Gefängnis einen vorläufigen Höhepunkt fand. Diese Geschichte ist noch nicht zu Ende, wer neugierig geworden ist, kann im Internet viel zur Familie Witte finden.

Weiterlesen →

Lost Place – der Teufelsberg in Berlin

Schon immer wollte ich unbedingt auf den Berliner Teufelsberg und als sich die Möglichkeit für einen Fotoworkshop bot, musste ich zuschlagen. Das war vor ein paar Wochen und niemand konnte ahnen (oder doch?), welche Veränderungen anstanden. Der neue Pächter und ein Verwandter des Eigentümers öffnete den Berg für alle – Eintritt 7 Euro.
Für mich ist es das Ende dieser tollen Location – vielleicht übertreibe ich, aber so sieht es für mich aus. Wie mir scheint, wird versucht Geld einzunehmen – no matter what. Nicht nur die Exklusivität geht verloren, ich fürchte die Massen verändern auch die Atmosphäre und damit das Geheimnisvolle des Ortes. Irgendwie ist auch typisch Berlin, man verkauft solche Orte und wundert sich 20 Jahre später darüber. Laut Presseberichten hat das Grundstück damals 5,2 Mio gekostet, nun will man 50 Mio haben. Das ist doch mal eine Gewinnspanne.

Was ist der Teufelsberg?

„Der Teufelsberg ist ein Trümmerberg im Westen Berlins und nach Messungen aus dem Jahr 2013 mit 120,1 m ü. die zweithöchste Erhebung des Stadtgebiets.Der Hügel – mit Aussicht über das Naturschutzgebiet Grunewald und die Havel – liegt im Ortsteil Grunewald (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf) an der Teufelsseechaussee zwischen den S-Bahn-Bahnhöfen Grunewald und Heerstraße. Er hat seinen Namen vom nahe gelegenen Teufelssee. Auf dem Berg befinden sich die markanten Bauten einer Flugüberwachungs- und Abhörstation der US-amerikanischen Streitkräfte. Nach dem Abzug der Militärs wurde die Anlage von 1991 bis 1999 als Flugsicherungsradar-Station genutzt. Seitdem stehen die Gebäude leer.“
So fast es Wikipedia zusammen.
Heute gibt es dort viele tolle Graffitis, leerstehende Gebäude der Amis und natürlich die berühmten Abhörkugeln, die ein Wahrzeichen des Berges sind. Pläne fürs Gelände gab und gibt es viele, umgesetzt wurde kaum etwas. Nun ist der Berg gegen einen Eintrittspreis geöffnet, sogenannte Führungen angeboten. Unsere Führung war total sinnlos, also keine 15 Euros ausgeben. Das da Häuser und Türme stehen, sehe ich selbst. Ich hatte auf Hintergrundinfos gehofft, die gab es nicht.

Lohnt sich ein Besuch?

Ich denke schon. Man hat einen tollen Blick über die Stadt und natürlich ist das Unfertige und Dreckige, Teil des Mythos Berlin. Der Weg dorthin ist lang, es gibt nur ein (schmutziges) Dixieklo. Getränke und Essen sollte man mitbringen. Man kann sich auf dem Gelände frei bewegen, am Wochenende ist es sehr voll. Falls man auf die Türme möchte, eine Taschenlampe mitbringen. Es gibt dort keinen Strom mehr und die Treppen sieht man kaum. Kein Scherz – es ist wirklich dunkel, kein Tageslicht. Man sollte auch keine Höhenangst haben.

Meine Fotos

Ich bin mit meiner Ausbeute unzufrieden. Irgendwie habe ich an diesem Tag kein Gefühl für die Location entwickeln können und keine Ideen zum Fotografieren gehabt. Der Workshop war toll, aber was nützt es, wenn die Umsetzung nicht klappt. So gibt es keine Massen von Bildern, aber den Vorsatz einen weiteren Versuch zu machen.

IMG_3855

IMG_4082

IMG_3981

IMG_3965

IMG_4127

IMG_4092

IMG_3893

Einen schönen Start in die Woche wünscht Kerstin