Zurück ins Jahr 2014 – das Kaufhaus Jandorf als Ausstellungsort

Ich habe überlegt, ob ich diesen Ort in die Sammlung aufnehme, aber als historischer Ort der Kunstszene nach der Wende verdient er es auf jeden Fall.
Allerdings ist Berlin auf dem Weg sich selbst kaputt zu machen oder besser gesagt, die Leute mit Geld oder die Leute, die immer mehr verdienen wollen.
Warum ?
Diese historische Location für Kunst-Events, Messen und exklusive Partys gehört den Erben des vormaligen Besitzers und der hat sie nun verkauft. So wird das denkmalgeschützte Gebäude im Messel-Stil nun sehr aufwendig saniert und ein Autokonzern zieht als Dauermieter ein. Ob man danach etwas von der historischen Substanz des Gebäudes wiederfindet ? Wer überhaupt noch Zugang hat ? Man weiß es nicht.

Ich habe noch ein paar Bilder gefunden, die ich 2014 gemacht habe. Der Anlass war die Kunstmesse: POSITIONS BERLIN – 18. – 21. September 2014.
Die Bilder entstanden mit dem iPhone und der Hipstamatic App. Damit habe ich viel experimentiert und fand es für den Ort ganz passend 🙂

Adresse:
Kaufhaus Jandorf
Brunnenstraße 19–21
Berlin

– Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/28645644 ©2017

Denkmal Rosenstraße

Hintergrund

Vielleicht kennt Ihr den Film „Rosenstraße“ mit Katja Riemann (Regisseurin Margarethe von Trotta)? Das Drama basiert auf dem so genannten Rosenstraße-Protest. Etwa 1.500 bis 2.500 jüdische Männer, die in »Mischehen« lebten oder »Mischlinge« waren, brachte die Gestapo in einem Gebäude der ehemaligen Sozialverwaltung der jüdischen Gemeinde in der Rosenstraße unter. Beispiellos in der Geschichte des »Dritten Reiches«, versammelten sich im Laufe der Woche immer mehr nichtjüdische Ehefrauen, Familienangehörige und Freunde. Lautstark forderten sie die Freilassung der Männer. Die Protestierenden in der Rosenstraße ließen sich nicht einschüchtern und nach mehreren Tagen begann die Gestapo schließlich damit, einige hundert Gefangene nach einer genauen Überprüfung freizulassen.
Bis Ende der 1980er Jahre war der Frauenprotest in der Rosenstraße kaum in der Öffentlichkeit bekannt.

Motive

Das Denkmalensembles »Block der Frauen« stammt von der Künstlerin Ingeborg Hunzinger. Diese hatte das Denkmal bereits in den 1980er Jahren entworfen, zu DDR-Zeit konnte es jedoch noch nicht realisiert werden. 1995 ermöglichte der Berliner Senat die Aufstellung des Denkmalensembles »Block der Frauen« der Künstlerin Ingeborg Hunzinger. Das Denkmal ist gut zugänglich, es gibt verschiedene Perspektiven zu fotografieren. Aber entscheidend ist es, die Botschaft des „Blocks der Frauen“ einzufangen.

 

Öffnungszeiten

Jederzeit zugänglich

Adresse

Die Skulpturengruppe befindet sich am Ort des ehemaligen jüdischen Verwaltungsgebäudes, in dem die Gestapo die Gefangenen festhielt.

Denkmal Rosenstraße
Rosenstraße 1-2
10178 Berlin

Anfahrt

Mit der S-Bahn zum Hackeschen Park, von dort nur wenige Meter

Karte

 

Street Art – das Tacheles

Streetart, Graffiti und Lost Place

Tacheles-Nostalgiker müssen sich beeilen, denn diesmal scheint es ernst zu sein – der Umbau des Künstlerquartiers „Tacheles“ soll wirklich stattfinden. OK, als Berliner bist Du automatisch skeptisch, weil die Eigentümer und Bauherren sich in den letzten 25 Jahren die Klinke in die Hand gegeben haben.

Das soll sich nun ändern

75 Jahre nach den Kriegszerstörungen, 30 Jahre nach der Wende sollen Mitte 2018 der Hochbau und die Sanierung der Tacheles-Ruine beginnen.

Was wird dort entstehen ?

Genau weiß das wohl nur der Investor, von Wohnungen ist die Rede. Aber rund ums Tacheles stehen viele Wohnungen leer. Läden und Lokale in der Umgebung sind verschwunden, weil die Mieten in die Höhe getrieben wurden, auch Imbissbuden mussten weichen. Wenn man die Straßen der Gegend entlang läuft, fragt man sich wirklich, was sich die Immobilienspekulanten erhoffen. Vielleicht vergehen wieder Jahrzehnte bis das Tacheles wieder erstrahlt.

Streetart und Graffitis

Vor dem Gebäude stehen viele Touristen mit ihren Handys und Fotoapparaten. Die wollen festhalten, was vielleicht bald verschwunden ist. Ich habe mich einfach dazu gestellt 🙂

Die Bilder findet Ihr hier:

Wo findet Ihr das Tacheles ?

Adresse:
Tacheles
Oranienburger Str. 54-56a
10117 Berlin

Für Nicht-Berliner: Nähe S-Bahn Friedrichstrasse und Friedrichstadtpalast

Kraftwerk Berlin (ehemaliger Tresor)

ACHTUNG

Der Fotospot ist nur begrenzt zugänglich. Die nächste Chance hat man im Juni.

Hintergrund

Erbaut wurde das Heizkraftwerk Berlin-Mitte etwa im Jahr 1961, es war bis 1997 in Betrieb. Nachdem das alte Gebäude lange leer stand, übernahm es Dimitri Hegemann und erschloss einen Teil des Areals für seinen Technoclub Tresor, der 2006 dort einzog. Nach weiteren Renovierungs- und Umbauarbeiten der 100 Meter langen Turbinenhalle wurde der Veranstaltungs- und Ausstellungsort Kraftwerk Berlin am 2. Oktober 2010 mit der Eröffnung der Ausstellung „Realstadt. Wünsche als Wirklichkeit“ erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem finden dort zahlreiche Veranstaltungen wie Fashionweek Berlin und das DMY (International Design Festival Berlin) statt.

Motive

Das ehemalige Heizkraftwerk Mitte auf dem Vattenfall-Gelände bietet mit seinem industriellen Charakter viele Motive.
Es ist ist ein großer dunkler Klotz bei dem mit Hilfe von viel Licht versucht wird, Akzente zu setzen. Öffentliche Veranstaltungen ermöglichen den Zugang, man kann von Stand zu Stand laufen oder einfach nur die tolle Architektur bewundern. Ich habe aus allen Perspektiven fotografiert um die Atmosphäre einzufangen. Die Fotos entstanden während des Design Festivals.

 

 

Adresse/Anfahrt

Kraftwerk Mitte, Berlin
Köpenicker Straße 70, 10179 Berlin
U-Bhf Heinrich-Heine-Straße / S-/U-Bhf Jannowitzbrücke

Karte

„Mogg & Melzer“ in Berlin – unbedingt hingehen

Der folgende Artikel entstand vor fast zwei Jahren. Damals waren Mogg & Melzer und Pauly Saal fast noch Newcomer in der Berliner Restaurantszene. Und die Auguststraße stand am Anfang des Aufstiegs. Aber wie das in Berlin so ist, alles geht ganz schnell und inzwischen hat Pauly Saal sogar schon einen Michelin-Stern.
Damals war es noch nicht üblich einfach so zu fotografieren, meine Frage wurde positiv beantwortet, aber ich wollte nicht übertreiben.
Hier also mein Artikel von 2012 mit den Fotos aus dem gleichen Jahr.

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Ich habe über das berühmte Reuben-Sandwich von Mogg & Melzer in „Stil in Berlin“ gelesen, aber auch internationale Zeitungen schrieben bereits über den kleinen Deli in Berlin. Restaurant ist im Prinzip das falsche Wort, Cafe trifft es auch nicht wirklich. Die deutsche Sprache hat da ihre Grenzen. In der letzten Woche erschien wieder ein Artikel in der „International New York Times“, so kennen viele Berlin-Besucher „Mogg & Melzer“. Im Restaurant wird auf jeden Fall mehr englisch als deutsch gesprochen, ein Grund mehr für mich dorthin zu gehen, sonst wird mein Englisch noch schlechter 🙂

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Was macht den Deli aus: auf der Karte stehen zwar gemäß Jüdischer Deli-Tradition Pastrami-Sandwiches, NY Cheesecake und Matzo Ball Soup, aber es gibt auch Wein. Berühmt ist die Pastrami, sie muss vier Wochen in Salz gepökelt werden. Danach wird sie geräuchert, ein sehr aufwendiger Prozeß.

Mein Favorit bleibt trotzdem die goldene Beete mit Ziegenkäse und sehr leckerem Dressing. BTW – wenn jemand weiß, wo man gelbe Beet bekommt, bitte bei mir melden.

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Since I read about the Reuben-Sandwich in „Stil in Berlin“ I was looking for an opportunity to try this. And yesterday I had time and was in the mood (sunny day in Berlin).

The deli „Melzer & Mogg“ is located in the „Ehemalige Jüdische Mädchenschule“ in the Auguststraße. If you interested to know more about the history and the building take a look on this website (german and english)
Of course I ordered the Reuben and it was really good.
No need to eat until the evening because it was big enough 🙂 I remember Reuben-sandwich in Chicago and London but I guess every deli or every city made it different. Anyway – next time I have to try the NY cheese cake (4 Euro).

Absolut empfehlenswert – „Mogg & Melzer“ in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule.

Mogg & Melzer
Auguststr. 11-13
Berlin
030 330060770