Ein ländliches Hofcafé mitten in Berlin

Der Streik der Lokführer brachte einige Reisepläne durcheinander und selbst wenn man in Berlin etwas unternehmen wollte, war das nicht einfach. Ich habe versucht das Beste daraus zu machen, mich einfach in den Bus gesetzt und zur „Späth’schen Pflanzenwelt“ gefahren.

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Das kleine Café gibt es erst seit ein paar Jahren, nebenan kann man in einem Hofladen einkaufen. Dort gibt es u.a. Apfelsaft aus der Mosterei und viele Bio-Produkte aus der Region, geöffnet täglich von 10-18h und am Wochenende von 10-17h.

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Wenn man Lust hat, kann man sich auch in der Baumschule und im Arboretum umsehen. Gerade im Herbst ist es wunderschön dort, hier ein kurzer Blick in den Garten.

Ich hoffe, dass Ihr auch viel Spaß mit dem Wochenende hattet. Es wäre schön, wenn das Wetter so bleibt (leider sagt der Wetterbericht etwas anderes), denn ich habe Urlaub. Wenn Ihr das Cafe und den Laden besuchen wollt, hier die Adresse:

Adresse:
Späthstraße 80/81
12437 Berlin

Öffnungszeiten:
Mi, Do, Sa, So, Feiertage
10:00 bis 18:00 Uhr

(vom 1. April bis 31. Oktober)

Anfahrt:
S-Bahn Baumschulenweg, U-Bahn Blaschkoallee,
Bus 170, 265 bis Baumschulenstraße/Königsheideweg
Autobahn Abfahrt Späthstraße

Franz Späth gründete im 19. Jahrhundert seine Baumschule, die zu den Größten der Welt gehörte. Später kamen ein Arboretum und ein Herrenhaus hinzu. Zu DDR-Zeiten war das alles in Volkseigentum übergangen, nach der Wende wurde das Gelände zurück-übertragen.

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Der „Nök“ am Karpfenteich in Treptow

Wie manch ein Spaziergänger am Treptower Karpfenteich „überraschte“ mich diese Plastik, die ich zum ersten Mal vor ein paar Wochen gesehen habe. Kaum zu glauben, vielleicht auch weil sie nicht direkt am Weg liegt. Die Statue mit dem Namen „Meeresgrund“ wurde 1907 aufgestellt und stammt von Otto Petri. Vor ein paar Jahren hatte man ihr den Kopf abgeschlagen, nach ihrer Sanierung ist sie wieder komplett und kann vom Ufer aus bestaunt werden.

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Nöck, das ist eine Art von Wassermann, der trotz seines Aussehens nicht böse ist. „Der Nök schwamm zu dem Mädchen, nahm die Ohnmächtige in seine Arme und bettete sie auf einen großen Steinhügel im Schilf. Er beobachtete das Schäfermädchen und war glücklich wie nie in seinem Leben, weil er seiner Geliebten so nahe sein durfte.“ Diese Sätze sind stammen aus einer kleinen Erzählung von Käthe Wetzel (Der Nök vom Treptower Karpfenteich), wer möchte, kann sie hier nachlesen.

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Der Karpfenteich, in dem sie liegt, befindet sich im Treptower Park südlich des Sowjetischen Ehrenmals. Er wurde im Zuge der Parkgestaltung vom Berliner Gartenarchitekten Gustav Meyer Ende des 19. Jahrhunderts angelegt und ist eine kleine Idylle, leider zum Teil zum Hundegebiet mutiert. Im Teich gibt es seit dem kalten Winter vor ein paar Jahren keine Karpfen mehr, 2010 begann man mit den Aussetzen von Hechten und Schleien. Ich erwähne das nur, weil ich immer wieder gefragt werde, ob es dort Karpfen gibt – nein, nicht mehr 🙂

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Aber es gibt auch andere Dinge zu entdecken.

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Wenn ich mir die Fotos ansehe – Natur pur, aber im Sommer ist es wirklich so grün. Wenn Ihr am Ehrenmal seit, denn geht einfach ein paar Meter weiter und schaut Euch das Ganze selbst an. Es lohnt sich.

Ich wohne ein paar Meter neben dem Karpfenteich, wenn Ihr Fragen zu der Gegend habt, ich helfe gern.

Kerstin

Berliner Fotospot – Molecule Man

In kurzer Zeit sind die „Molecule Man“ zu einem bekannten Wahrzeichen in Berlin-Treptow geworden. Die 30 Meter hohe Skulptur von Jonathan Borofsky, steht in der Spree. Die drei Figuren symbolisieren das Zusammentreffen von Treptow, Kreuzberg und Friedrichshain hier an dieser Stelle.

Mehr dazu gibt es hier

 

Besuch beim „Hauptmann von Köpenick“

Wer kennt sie nicht – die Geschichte des weltberühmt gewordenen Kriminellen Wilhelm Voigt, der sich über die bürokratischen Hemmnisse beim Erlangen eines Passes hinwegzusetzen versucht. In der Uniform eines Hauptmann nutzt Voigt diese Autorität, um mit einigen auf der Straße angetroffenen Soldaten das Rathaus von Köpenick zu besetzen, den Bürgermeister zu verhaften und die Stadtkasse zu beschlagnahmen. Soweit das Drama von Carl Zuckmayer das nach dieser wahren Begebenheit entstanden ist und auf dem mehrere Filme beruhen. Besonders bekannt die Verfilmung mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1956 und die mit Harald Juhnke (1997). Das Rathaus in dem das alles passierte, steht im gleichnamigen Stadtbezirk im Osten Berlin und in Erinnerung an das Ereignis steht davor steht eine Statue des Hauptmanns.

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Lost Place – das Eierhäuschen in Berlin

Ich habe mich gefreut als die Presse über die 10 Millionen Euro berichtete, die für den Wiederaufbau des Eierhäuschens zur Verfügung gestellt wurden. Nun, ein paar Monate später scheint sich das Ganze so nicht zu klappen. Die 10 Millionen sollen auch für die Sommernutzung des Spreeparks genutzt werden, denn im August gibt es wieder den „Spuk untern Riesenrad“.  Und als ich in dieser Woche da war, bewegte sich das Rad tatsächlich und es sah auch frisch gestrichen aus (von weiten und hinter einem Zaun fotografiert). Oder täuscht mein Eindruck?

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Aber vielleicht sollte ich noch ein paar Worte zum Eierhäuschen verlieren. Es war eine Traditionsgaststätte an der Spree, der schon Theodor Fontane in „Der Stechlin“ ein Denkmal gesetzt hat.  „O weh! Ein Palazzo“, rief die Baronin, als das Schiff am Ufer anlegte. So beschrieb Theodor Fontane im „Stechlin“ den ersten Ausflug seiner Heldin zum „Eierhäuschen“. Ein roter Backsteinbau, „der zwischen den Pappelweiden mit Turm und Erker sichtbar wird“.  Überraschend ist der Anblick noch immer, den man beim Spaziergang durch den Plänterwald einfach nicht erwartet.

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Wie ein Märchenzauber-Hexenhaus steht es da, ein Bauzaun umgibt das Gebäude.  Die Fenster sind zugenagelt, die Remisen eingestürzt, doch immer noch erkennbar: ein geschnitzter Giebelschmuck, glasierte Ziegelreihen, Fachwerk und Malerei. Eröffnet 1837, war es ein  Gartenlokal mit schönem Blick auf die Spree, man konnte Essen und sein Bier trinken und dabei die vorbeiziehenden Schiffe beobachten.  Seit 1991 ist das Restaurant geschlossen und verfällt. 2014 kaufte der Senat für zwei Millionen Euro das Erbbaurecht für das Gelände zurück und der besagte Zaun wurde errichtet, Türen, Fenster und Dach abgedichtet, alles wetterfest gemacht. Die Sanierung könnte noch in diesem Jahr beginnen, aber was passiert dann?  Wege, Parkplätze, eine Anlegestelle, all das gibt es nicht mehr. Und so scheint die Zukunft, trotz des Geldes ungewiss. Wirklich schade, dass so ein Juwel vor aller Augen und dem Denkmalschutz verfällt.

 

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Oh je, ich habe wahrscheinlich viel zu viele Bilder gepostet.

Aber bei dem Motiv, sicher zu verzeihen. Ich würde mich freuen, Eure Meinung zu hören !

 

 

Der Flohmarkt in der Arena Treptow

Ein normaler Flohmarkt ist es nicht, aber der Name Antik- und Trödelmarkt Treptower Art Center ARENA Berlin (so steht es auf der Webseite), trifft auch nicht wirklich zu. Eigentlich ist es ein großer Trödelmarkt in einer riesigen Lagerhalle, unterteilt vor allem durch die räumlichen Gegebenheiten. Hier wird nichts weggeräumt, man macht auf oder die Planen bleiben liegen.  Wie auch immer, das Angebot ist riesig und sehr vielfältig.

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Das Sprachengewirr der Händler und Besucher ist groß, trotzdem kann man sich als Berliner gut verständigen und handeln. Ich bin leider nicht so versiert darin, sondern nenne einfach einen Preis und warte ab. Oft klappt es. Manche  Sachen sind nicht billig, vieles aber preiswert. Besonders groß ist das Angebot an Sachen aus der vergangenen DDR, manchmal scheint es, dass das ganze Lagerbestände aufgekauft wurden. Ich habe davon keine Bilder gemacht, sondern von den Sachen, die mich beeindruckt haben wie diese alte “Schreibmaschine”.

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Der Hallen-Flohmarkt hat Samstag und Sonntag von 10 – 16 Uhr geöffnet. Man fährt mit der S-Bahn zum Treptower Park und läuft dann 5-7 Minuten zur Arena in der Eichenstraße 4. Viel Spaß und Erfolg wünscht Kerstin

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Archenhold Sternwarte & das längste Linsenfernrohr der Welt

Vor einer Weile berichtete das Morgenmagazin aus der Archenhold Sternwarte in Treptow und  die Sonnenfinsternis, aber auch ohne diese ist die Sternwarte im Treptower Park ein Besuch wert.

Warum: weil es hier das längsten Linsenfernrohr der Erde gibt. Es stammt aus dem vergangenen Jahrhundert und wird mittlerweile nur zu bestimmten Terminen vorgeführt, die man auf der Webseite der Sternwarte findet. Ich konnte im vergangenen Jahr an einer Vorführung außerhalb der normalen Öffnungszeiten  in einer kleinen Gruppe teilnehmen und möchte ein paar Bilder diesem Tag zeigen.

Das längste bewegliche Linsenfernrohr der Erde ist 21 Meter lang und diese Dimensionen erkennt man besonders auf dem Dach.

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Weil unsere Gruppe aus einigen Fotografen bestand, gab es Möglichkeit tolle Bilder zu machen, in unserem Fall war es Anfangs noch hell und das wurde genutzt.

 

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Danach ging es in die Dauerausstellung und natürlich wurde uns auch der Sternenhimmel gezeigt (kleiner Hinweis – der Sommer empfiehlt sich fürs Sterne gucken nicht so sehr, weil es sehr spät dunkel wird :))
Für Technikfans gibt es tolle Geräte zu sehen.

Den Abschluss bildete das Sterne- bzw. Planeten gucken. Meine Kamera habe ich dabei zur Seite gelegt und mein iPhone gezückt. Leider sind die Videos zu groß geworden, aber ich denke Ihr habt schon einen Eindruck bekommen wie toll es dort war.

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Ich wünsche Euch für heute schönes Sonnenfinsternis schauen und falls Ihr Fotos macht, viel Erfolg.

Kerstin

 

 

Sowjetisches Ehrenmal im Treptower Park

Das Wetter soll morgen wieder sommerlich werden und vielleicht sucht Ihr noch ein Ausflugsziel?
Warum nicht mit der S-Bahn zum Treptower Park fahren, 10 Minuten durch den Park laufen und sich das „Sowjetische Ehrenmal“ ansehen? Ich kann es nur empfehlen, weitläufig, grün und nicht so überlaufen. Außer Ihr erwischt einen Reisebus. Aber die Touristen bleiben oft nur kurz und dann könnt Ihr die Umgebung genießen.

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Auf der anderen Seite des Parkes, direkt an den Anlegestellen der Weißen Flotte, gibt es die Gelegenheit ein Kaffee zu trinken, Eis zu essen oder einfach nur aufs Wasser zu schauen. Allerdings – dort ist man nicht wirklich allein 🙂
Trotzdem viel Spaß und einen schönen Sonntag wünscht Kerstin

 

„White Trash“ – jetzt in Treptow

Ab sofort gibt es auf der Seite Tipps für einen tollen Frühlingstag in Berlin. Starten wir in meinem Bezirk – Treptow.
Hier gibt es viel zu sehen, aber noch nicht so viele Orte wo man toll Essen kann. Eigentlich wollten wir am Badeschiff etwas Essen, aber dort gab es nur Eis und wir wollten mehr. Zwar hatte ich mir eine Alternative zurechtgelegt, aber dann kamen wir am neuen Heim von „White Trash“ vorbei.

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Kennt Ihr schon ? Berlin.de schreibt kurz und knackig: „White Trash Fast Food
In dem bekannten Laden gibt es amerikanisch-inspirierte Küche. Berühmt sind die Burger, sowohl die klassischen als auch die ausgefalleneren, beispielsweise der Oktopus-Burger, belegt mit einem ganzen Tintenfisch! Dazu schallt laute Rockmusik aus den Boxen, und im angeschlossenen Tattoo-Studio summen die Nadeln. Das White Trash ist halt nicht nur ein gutes Restaurant, sondern auch eine Rock’n’Roll-Institution. Seit Mitte April 2014 befindet sich das Restaurant nicht mehr in der Schönhauser Allee in Prenzlauer Berg, sondern unweit des Club der Visionäre in Treptow.“

Genau da waren wir nun und haben super tolles Essen gehabt, in der Sonne gesessen, für Linos, die Bienen verjagt und uns über den schönen Ferientag gefreut.

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Wenn Ihr in der Nähe seit und etwas Besonderes erleben möchtet,der Weg dorthin lohnt sich. Erreichen kann man das „White Trash“ per Bus 265 an der S-Bahn „Am Treptower Park“, man kann auch an der Spree entlang laufen, Richtung Arena/Badeschiff – das sind es vielleicht 10 Minuten. Dafür gibt es dann aber tolle Burger.

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