Die Glasfabrik auf der Halbinsel Stralau

UPDATE:

In den letzten Jahren konnte man sehen wie die Stralauer Halbinsel zwischen Treptow und Friedrichshain immer mehr zugebaut wurde. Mit superteuren Apartements, zum Teil mit eigener Bootsanlegestelle und schönem Blick ins Grüne. Das ist auf der Halbinsel leider sehr zurückgedrängt worden (meine Beobachtung in den letzten Jahren), sehr schade. Allerdings gab es da ja noch einige Industriegebäude, die unter Denkmalschutz stehen – wie die alte Glasfabrik. Darüber hatte ich damals geschrieben.

Die beiden besprayten Backsteingebäude standen seit 1997 leer und nun haben dort offensichtlich Bauarbeiten begonnen. Glaubt man dem Internet, denn dort habe ich das hier gefunden:

„BAUGRUPPE GLASHÜTTE ALT STRALAU

Auf der Halbinsel Stralau, im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, verwirklicht sich die Baugruppe Glashütte Alt Stralau in insgesamt 46 Wohnungen und 2 Gewerbeeinheiten.
Durch Umnutzung des denkmalgeschützten Werkstattgebäudes der ehemaligen Glashütte entstehen Wohnraum und Gewerbeeinheiten. Das Gebäude wird von außen weitestgehend rekonstruiert. Zusätzlich wird ein 5-geschossiger Neubau errichtet, der südlich des Bestandsgebäudes seinen Platz findet.

Die Baugruppe hat sich selbst dazu verpflichtet, dass 6 Mietwohnungen 10 Jahre lang mit einer Mietobergrenze von 8,50 €/m² versehen sind und dadurch bezahlbarer Wohnraum entsteht. Darüber hinaus dürfen Wohneinheiten innerhalb dieser 10 Jahre auch nur höchstens zu den Herstellungskosten verkauft werden, um kurz- und mittelfristige Spekulationen auszuschließen.“ (http://baugruppen-in-berlin.de/projekte/aktuelle-projekte/baugruppe-glashuette-stralau/)

Ich hätte zwar gedacht, dass das nicht möglich ist, aber da die Wirklichkeit sieht anders aus. Die Selbstverpflichtung ist genau das und wenn von 46 Wohnungen, 6 bezahlbar sein sollen, bleiben noch 40 ohne eine Obergrenze und wer weiß wie hoch die Herstellungskosten sind (bei Einhaltung von Denkmalschutzvorgaben sich nicht wenig) und 10 Jahre sind ja schnell vorbei. Aber aus mir spricht natürlich nur den Neid eines Normalos, der nicht so nah an der S-Bahn wohnen möchte.

In Erinnerung an den „Lost Place“ Glasfabrik ein paar Fotos. Das eingerüstete Gebäude konnte ich nicht fotografieren, es ist ja Baugelände.

 

 

 

Informationen

In den letzten Jahren konnte man sehen wie die Stralauer Halbinsel zwischen Treptow und Friedrichshain immer mehr zugebaut wurde. Mit superteuren Apartements, zum Teil mit eigener Bootsanlegestelle und schönem Blick ins Grüne. Das ist auf der Halbinsel leider sehr zurückgedrängt worden (meine Beobachtung in den letzten Jahren), sehr schade. Allerdings gab es da ja noch einige Industriegebäude, die unter Denkmalschutz stehen – wie die alte Glasfabrik.

Die beiden besprayten Backsteingebäude standen seit 1997 leer und nun haben dort offensichtlich Bauarbeiten begonnen.

Motive

Das Gebäude kann oder konnte man als Lost Place bezeichnen, schöne Detail und Streetart. Wahrscheinlich werden sich die Motive nun ändern, bisher war der Zugang kein Problem und auch nicht verboten. Wie sich das entwickelt, kann ich nicht sagen. In der Nähe gibt es noch weitere Industriedenkmale wie die Teppichfabrik. Auch hier gibt es schöne Streetart zu fotografieren.

 

Fotos

 

Adresse/Anfahrt

Es gibt heute keine Karte, aber man sieht die Fabrik schon von weitem. Sie liegt zwischen den S-Bahn-Stationen Treptower Park und Ostkreuz. Der Laufweg ist von beiden Seiten gleich lang (5 Minuten). Ich empfehle den Fußweg, man kann so alle Seiten einsehen.

Stand: Fotos 2015

 

 

 

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